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Klostergasthof

Andechs

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Geschichte

DIE GESCHICHTE DES KLOSTERGASHOFS

Die erste urkundliche Nennung des Klostergasthofes erfolgte im Jahre 1438. Da stiftete Herzog Ernst von Oberbayern (1397-1438) auf dem Heiligen Berg ein Kollegiatsstift und schenkte den dorthin gerufenen Augustiner Chorherren u. a. die bereits vorhandene Wirtschaft zusammen mit dem Tiergarten und dem Anger auf Andechs.

Weil dieses Augustiner Chorherrenstift den Erwartungen der Wittelsbacher Herzöge nicht recht entsprach, gründete Herzog Albrecht (1401-1460), der Gemahl der Agnes Bernauer, im Jahr 1455 statt dessen ein Benediktinerstift, das nun auch in die Rechte der Taferne eintrat. Ein Gerichtsentscheid Herzog Wolfgangs (gest.1514) verfügte, daß die "obere Wirtschaft" — die untere Wirtschaft war in Erling — Haupttaferne bleibt, d.h. hier alle Gerichtstage, Rechtsgeschäfte, Hochzeiten u.ä. von den Grunduntertanen des Klosters zu tätigen waren. Nach Landesrecht (Codex Maximilianeus Bavaricus Civilis) hatte der Wirt einer solchen "vollkommenen Wirtschaft" nicht nur das öffentliche Schenk-, Herbergs- und Gastrecht, sondern er durfte auch Verlöbnismähler (Häftlwein), Hochzeiten, Stuhlfeste, Tauf- und sonstige festliche Mähler ausrichten, sowie den Wein ausschenken, mit dem früher jedes Rechtsgeschäft "betrunken" wurde.

 

Daran erinnert heute noch der Weinkelch im Zunftschild. Abt Johannes Hausmann (1462-1475) baute 1463 ein neues Wirtshaus und ließ es bemalen. Die Tafernwirtschaft, zu der auch 1 1/2 Höfe gehörten, wurde dann dem damaligen Hof- und Klosterrichter Georg Pichler in Erbpacht vergeben. Ein Streit vor dem Hofgericht in den Jahren von 1509-1515 um die Pachtzahlung wurde zugunsten des Klosters entschieden. 1632 brannten die Schweden das Wirtshaus nieder. Dem Erlinger Seelenbuch von 1748 ist zu entnehmen, daß Joseph Schuster von Mehring Besitzer des "Oberen Wirtes" war. 1773 erhält Augustin Kraus, Oberwirt in Andechs, ein Attest der Metzgergerechtigkeit. Ihm folgte als Pächter Joseph Westermayr von Seefeld (gest.1817).

Er war zugleich Pächter der Ökonomie in Andechs zusammen mit dem Braumeister Josef Kaut. Die Säkularisation hatte 1803 das Kloster aufgehoben und die Güter verkauft. Nach dem Tod Joseph Westermayrs übernahm dessen Sohn Augustin (gest.1828) die Wirtschaft. Laut Pachtvertrag vom August 1834 folgten dann die Wirtsleute Martin und Franziska Fricker. Im Jahr 1893 war Ludwig Wastian Eigentümer (gest.1926). Seine Frau Paula verkaufte den Gasthof 1929 an die Klosterbrauerei.

 

Pächter wurde dann Stefan Propst. Er stammte aus Garching bei München und hatte zur Zeit der Ammerregulierung bei Fischen eine kleine Kantine, wo er Andechser Bier verzapfte. Im Jahr 1933 hatte er dann auch das Bürgermeisteramt in Erling übernommen. Nach seiner Übersiedelung nach München im Jahr 1940/41 pachtete Ludwig Kerscher den Gasthof bis 1952. Von 1952 bis 1966 übernahm das Kloster den Gasthof wieder in Eigenregie. Nach Renovierung und Umbau wurde der Klostergasthof am 11. April 1954 neu eröffnet und so zu einem Mittelpunkt der Bewirtung und zum beliebten Ausflugsziel auf dem Heiligen Berg. Von 1966 bis 1974 war der Gasthof an die Familie Hansen verpachtet, ging dann von 1974 bis März 1994 erneut in klösterliche Eigenregie über. Der Cellerar, P. Anselm Bilgri, gab 1992 eine umfangreiche Renovierung in Auftrag. Der Architekt Eberhard Jennert meisterte die Aufgabe in nur viermonatiger Bauzeit unter Wahrung der Tradition und mit denkmalpflegerischer Sorgfalt. Seit 1. April 1994 leitet Alexander Urban den Klostergasthof.

 

 

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